Monatsarchiv für April 2008

Inhaber von Tattoo-Shops wegen rechtsextremer Aktivitäten verurteilt

Am 12. März 2008 wurden der Inhaber des Hildesheimer Tattoo-Shops ‘Last Resort’ Hannes Knoch und sein Geschäftspartner Hannes Franke, mit dem er sich in Munster eine Ladenfläche (Dezentral/Militärausrüstung & Bulletproof/Tattoo & Piercing) teilt, vom Landgericht Halle wegen der Fortführung einer verbotenen Neonazi-Organisation zu Geldstrafen verurteilt. Knoch, Franke und fünf weitere Personen wurden für schuldig befunden, die 2000 vom Innenministerium verbotene Organisation ‘Blood & Honour Division Deutschland’ bis 2002 weitergeführt zu haben. Aufgrund des langen Zeitraums zwischen Anklage und Urteil fielen die Strafen relativ gering aus. Bereits in der Vergangenheit sind der Tattoo-Shop und sein Umfeld aufgrund rechtsextremer Aktivitäten und Hintergründe in die Öffentlichkeit geraten: Seit 1999 veranstaltet Hannes K. so genannte “combat & survival” – Lehrgänge, bei denen Scharfschützen-Ausbildungen und ähnliches unter anderem auch unter Teilnahme eines Mitglieds der Neonazi-Organisation “Selbstschutz Deutschland”, durchgeführt werden. Die in der Online-Galerie des Tattoo-Shops dargestellten Bilder lassen aufgrund der rechtslastigen Motive ebenfalls erkennen, welches Klientel bedient wird. Im September 2005 war „Last Resort“ Mitveranstalter einer Fightnight (Kickboxveranstaltung) in Hildesheim, bei der zahlreiche bundesweit bekannte Neonazis anwesend waren und Kämpfer zum Teil sogar mit rechter Musik einmarschierten. Nach der Demonstration gegen den Nazi-Aufmarsch am 24.2.2007 kam es zu einer Auseinandersetzung vor dem ‘Last Resort’, als Teilnehmer nach der Demo an dem Laden vorbeigingen: Drei Personen, eine davon mit Baseballkeule bewaffnet, kamen aus dem ‘Last Resort’ und verletzten eine Person. Anfang August 2007 wurde von Knoch in Munster eine „Close Combat School“ eröffnet, in der verschiedene Kampfsportarten, darunter auch Messerkampf, trainiert werden. Am 08. Dezember 2007 wollte Franke bei einer Fightnight in Neumünster antreten. Aufgrund öffentlichen Drucks angesichts der Bezüge zur rechtsextremen Szene musste er sein Vorhaben zurückziehen. Weiterhin wurde in der vom NDR-Info und dem Weser-Kurier im Januar veröffentlichten Broschüre „Rechtsabbieger“ berichtet, dass Franke Anweisung gegeben haben soll, „abtrünnig gewordene Blood & Honour-Aktivisten“ abzustrafen. In einem Zeitungsartikel aus dem Kehrwieder am Sonntag vom 16.12 2007 betont Knoch, dass er sich ausdrücklich nicht von der rechtsextremen Szene distanziert. Weiterhin gibt er an, dass er in der Vergangenheit (1999) zwar einmal Ordner (!) bei einer ‘Blood & Honour’-Veranstaltung gewesen wäre, sich aber von der rechten Szene längst losgesagt hätte. Allerdings hatte der Prozess gegen Knoch und Franke nicht bloß Ordnerdienste sondern bundesweite „Führungs-Handlungen“ von ‘Blood & Honour’ auf Deutschland-Ebene in einem internationalem Neo-Nazi-Netzwerk zum Gegenstand, wofür sie schließlich auch verurteilt wurden.

Quellen: http://de.indymedia.org

http://www.daten-schleuder.info/

Mittwoch, 23 April 2008 um 10:17. Kategorie: Allgemein,Last Resort

Nazis, Tattoos, Paramilitärs… ? Der Tatto-Laden “Last Resort” in Hildesheim

Um den Hildesheimer Tatto- und Piercingshop Last Resort in der Schuhstraße 14 drehen sich viele Gerüchte. “Irgendwie haben die was mit Nazis zu tun”, wird gemunkelt. Zahlreiche Gerüchte, es werde im Laden Rechtsrock gehört, dass T-Shirts von rechten Bands wie Screwdriver getragen würden und ein Tätowierer eine SS Rune tätowiert haben soll, lassen die Hintergründe nur erahnen [...]
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Montag, 21 April 2008 um 10:15. Kategorie: Allgemein,Flyer,Last Resort